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Seit der Einführung der Wildkamera hat sich die Art und Weise, wie Jäger Wild identifizieren und folgen, neu definiert. Von einer einstmals ausgefallenen Luxusergänzung hat die kontinuierliche Entwicklung in der Technologie diese raffinierte Kamera zu einem unverzichtbaren Teil der Ausrüstung eines jeden modernen Jägers gemacht.

Wie jeder andere Teil der Ausrüstung ist auch die Wildkamera eine Investition. Von diesem Blickwinkel aus ist es wichtig zu wissen, worauf man achten muss, bevor man sich eine dieser Kameras zulegt.

Aller Anfang ist schwer

In der Zwischenzeit gibt es so viele Anbieter auf den Markt und auf den ersten Blick sieht es sogar aus, als hätten sie auch etwa die gleichen Funktionen. Der Unterschied liegt jedoch in den Details. Über die letzten Jahre verbesserten sich im Durchschnitt all diese feinen Details, während die Preise gesunken sind. Um zu wissen, was man nun wirklich für sein Geld bekommt, ist es wichtig, sich mit den Einzelheiten vertraut zu machen.

Standardfunktionen

Einsteigermodelle sind mit den folgenden Hauptmerkmalen ausgestattet:

Bildqualität

Bei der Bildqualität geht es nicht nur um die Anzahl der Megapixel, die eine Kamera hat, sondern auch um die Schärfe des Bildes, die Farbkomposition und den Kontrast zwischen dem Motiv als auch dem Vorder- und Hintergrund.

Die Auflösung wird in Megapixeln gemessen, und die Vorstellung, dass die Qualität mit der Anzahl der Megapixel besser wird, ist nicht wirklich korrekt. Die Auflösung arbeitet mit den anderen Merkmalen zusammen, um das beste Bild zu erhalten, das die Kamera aufnehmen kann.

Um die Bildqualität einer Wildkamera zu überprüfen, schauen Sie sich Bilder im Internet an und vergleichen Sie. Einige Anbieter haben auch Testgeräte zur Verfügung, mit denen Kunden Beispielbilder machen können, um die Bildqualität selbst zu beurteilen.

Nachtmodus

Die wahrscheinlich wichtigste Funktion einer Wildkamera ist die Fähigkeit, Bilder bei Nacht aufzunehmen und zu speichern. Die perfekte Wildkamera sollte entweder einen Infrarot- oder einen schwarzen LED-Blitz haben. Der Blitz einer herkömmlichen Kamera kann Wildtiere verscheuchen. Wildtiere, besonders nachtaktive, reagieren empfindlich auf plötzliche Lichtstöße, was dazu führt, dass sie sich zerstreuen und wahrscheinlich nie wieder dorthin zurückkehren, wo Sie mit Ihrer Kamera warten.

Es ist verständlich, dass die Qualität der Bilder, die bei Nacht aufgenommen wurden, deutlich schlechter sind. Trotz allem, auch eine Nachtaufnahme sollte gestochen scharf sein, um im akzeptablen Bereich zu sein. Einige Kameras können den Rote-Augen-Effekt des Motivs eliminieren, jedoch gehört dies zu den optionalen Funktionen.

Video-Qualität

Videos sind eine neu hinzugekommene Funktion bei vielen Wildkameras. Die meisten Geräte haben außerdem eine Option, die Länge des Videos auszuwählen. Das ist besonders dann wichtig, wenn sie Ihre Kamera an einem bestimmten Standort anbringen und erst am nächsten Morgen zurückkommen.

Andere Wildkameras bieten die Option, die Aufnahmen in HD oder VGA aufzunehmen. Überprüfen Sie die Qualität des Videos sowohl im Tag- als auch im Nachtmodus, die Videowiedergabe sollte klar und scharf sein.

Zeitraffer

Zeitraffer Videos werden auch dann aufgenommen, wenn die Sensoren nicht ausgelöst werden. Der Output wäre ein Video der Landschaft, jedoch mit einer höheren Geschwindigkeitseinstellung. Die Kamera würde z. B. 8 Stunden lang aufzeichnen, aber das resultierende Zeitraffer Video würde nur etwa 10 Sekunden lang sein. Dies ist eine optionale Funktion für Jäger, die sich mehr auf die Jagd konzentrieren, als mit Videoeffekten spielen wollen.

Stromverbrauch

Fast alle Wildkameras werden mit 8 AA-Batterien betrieben, aber nicht alle haben den gleichen Verbrauchswert. Einige Kameras haben eine Energiesparfunktion, während andere viele Funktionen haben, welche die Batterien schneller entladen. Im Idealfall sollten Batterien in der Lage sein, etwa 16.000 Bilder aufzunehmen, bevor sie leer sind.

Speicher

Die meisten Wildkameras haben einen eingebauten Speicher, der jedoch für die meisten Naturfotografen viel zu klein ist. Achten Sie darauf, dass die Kamera zumindest eine 32-GB-SD-Karte unterstützt. Eine externe SD-Karte hat gegenüber dem internen Speicher, vor allem beim Herunterladen der aufgenommenen Bilder, den Vorteil, dass diese Karten einfach dem Gerät entnommen werden können, um an einen Computer anzuschließen. Bei dem internen Speicher hingegen, muss die Kamera erst aus der Halterung genommen werden, um sie an einen Computer anzuschließen. Das bedeutet sowohl Zeit- als auch Arbeitsverlust.

Erkennungskreislauf

Der Erkennungsschaltkreis erkennt das Wild, das sich vor der Kamera bewegt, und ist zugleich derselbe Mechanismus, der das Bild oder Video aufzeichnet. Er besteht aus den folgenden Funktionen:

  • Auslösezeit – sobald ein Wildtier in den Erfassungsbereich eintritt, wird die Zeitspanne, die für die Aufnahme des Bildes benötigt wird, als Auslösezeit bezeichnet.
  • Erholungszeit – nachdem die Kamera ausgelöst wurde, benötigen das Objektiv und der Speicher eine gewisse Zeit, um das kürzlich aufgenommene Bild zu speichern und das nächste Bild vorzubereiten. Darunter versteht man die Erholungszeit.
  • Sensoren – sie erkennen das Wild vor der Kamera und geben das Signal an den Mechanismus zur Aufnahme des Bildes. Wildkameras verwenden häufig Infrarotsensoren.
  • Erfassungsbereich – dies ist der maximale Bereich, in dem die Sensoren eine Bewegung erkennen können. Dies korreliert auch mit der effektiven Entfernung des Kameraobjektivs.

Erweiterte Funktionen

Höherwertige Modelle verfügen über einige erweiterte Funktionen, die Folgendes umfassen können:

Fernzugriff

Diese Funktion bietet Jägern die Möglichkeit, die aufgenommenen Bilder bequem von zu Hause, dem Lager oder dem Büro aus zu überprüfen.

Viewfinder

Langsam, aber sicher entwickelt sich diese Funktion auch bei Wildkameras zum Standard aus. Damit kann der Jäger Bilder und Videos betrachten, ohne das Gerät an einen Computer anschließen zu müssen. Der Viewfinder dient zugleich auch als Menübildschirm für die Kamera.

Preis

Die Preise für Kameras sinken jedes Jahr. Das kommt daher, dass die Komponenten immer kleiner und einfacher herzustellen sind, und das senkt auch den Standardpreis für neue Wildkameras. Heutzutage ist es nicht ungewöhnlich, eine Kamera guter Qualität für rund 200 Euro zu erhalten.

Markenbekanntheit

Es gibt unzählige Marken mit etwa den gleichen Merkmalen, zu so ziemlich den gleichen Preisen. Ein guter Tipp ist, das Kundenfeedback zu lesen und zu sehen, welche Marke mehr Kundentreue einbringt als andere. Dies ist eine verlässliche Indiz für ein gutes Qualitätsprodukt.

Unter dem Strich

Der Kauf einer Wildkamera ist nie einfach und es ist wichtig, dass Sie vor dem Kauf so viel wie möglich über die Kamera Ihrer Vorstellung in Erfahrung bringen und das dann auch beim Kauf beachten. Wildkameras sind eine Investition für eine lange Zeit und ein besonderes Hobby oder Beruf. Ein gelungener Kauf hängt sehr viel davon ab, wie genau Sie sich die Einzelheiten, oft auch das Kleingedruckte, ansehen.